Notariat Eschweiler

Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung

Mit einem Testament oder Erbvertrag trifft man Vorsorge für die Erben und regelt die Weitergabe des Vermögens. Doch wie sorgt man für den Fall vor, dass man zu Lebzeiten nicht mehr uneingeschränkt handlungsfähig ist? Eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung können hier helfen.

Eine Patientenverfügung enthält konkrete Vorgaben und Wünsche zur medizinischen Behandlung für den Fall, dass man - etwa aufgrund von Bewusstlosigkeit - nicht mehr selbst dazu in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen. Die Patientenverfügung gilt nicht erst dann, wenn der unmittelbare Sterbevorgang begonnen hat, sondern unabhängig von Art und Stadium der Erkrankung.

Noch wichtiger als die Patientenverfügung ist die Vorsorgevollmacht. Denn eine Patientenverfügung nutzt wenig, wenn keiner da ist, der ihren Inhalt gegenüber den behandelnden Ärzten erklärt und notfalls auch durchzusetzt.

Außerdem verhindert eine Vorsorgevollmacht die Anordnung einer gesetzlichen Betreuung durch das Betreuungsgericht. Nach dem Gesetz wird ein gesetzlicher Betreuter bestellt, wen ein Volljähriger aufgrund Alters oder Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten ganz oder teilweise selbst zu besorgen. Wer aber rechtzeitig durch eine Vorsorgevollmacht einen oder mehrere Vertrauenspersonen zu seinen Bevollmächtigten bestimmt und diese ermächtigt, seine Angelegenheiten für ihn zu besorgen, kann damit die Bestellung eines Betreuers vermeiden. Die Vorsorgevollmacht sollte notariell beurkundet werden, damit sie in allen Lebensbereichen - insbesondere bei Immobiliengeschäften - Wirkung entfalten kann.

Gerne beraten wir Sie zur Vorsorgevollmacht und zur Patientenverfügung.